Hilfe bei Stalking

  1. Was versteht man unter Stalking?
    Darunter ist das beharrliche Verfolgen eines bestimmten Menschen unter Absicht zu verstehen. Dabei gerät das Opfer oft in Gefahr, körperlich oder psychisch stark beeinträchtigt zu werden. Zudem fühlt es sich hilflos und lebt in ständiger Angst aufgrund der Nachstellungshandlungen des Täters. Der Täter kann ein völlig Fremder sein, aber auch jemand, den das Opfer gut kennt oder mit dem es einmal eine Beziehung geführt hat.
  2. Welche Formen von Stalking gibt es?
    Stalking kann in verschiedenen Formen auftreten. Es kann Telefonterror in Form von Drohanrufen geben oder jemand ruft an und sagt dann aber gar nichts. Dies kann zu allen erdenklichen Tages- und Nachtzeiten geschehen.
    Des Weiteren nimmt der Täter auch persönlichen Kontakt auf, indem er Blumen oder Geschenke hinterlässt, das Opfer ständig verfolgt, an der Wohnungstür, am Supermarkt oder auf der Arbeit wartet. Bei einigen Tätern kann es auch passieren, dass diese Gegenstände beschädigen, oftmals Kratzer am Auto hinterlassen oder gar den Hund oder die Katze vergiften.
    Durch die modernen Medien ist dem sog. Cyberstalking zudem Tür und Tor weit geöffnet worden, so dass der Email-Verkehr beeinträchtigt sein kann, man wird im Internet beleidigt, man erhält Warensendungen, die man nicht bestellt hat o.ä.
  3. Welche rechtlichen Möglichkeiten habe ich?
    Der Gesetzgeber sieht einige Möglichkeiten vor, sich effektiv gegen einen Täter zu wehren.
    Zunächst einmal sollte auf jeden Fall die Polizei hinzugezogen werden, die dem Stalker z.B. einen Platzverweis erteilen kann. Zudem ist Stalking seit 2007 ein anerkanntes Strafdelikt, 238 StGB. Weiterhin ist es sehr sinnvoll, Maßnahmen nach dem Gewaltschutzgesetz zu ergreifen. Das Amtsgericht kann beispielsweise eine Anordnung erlassen und Verbote aussprechen. Diese Maßnahmen sind sehr effektiv und bieten großen Schutz. Dies gilt vor allem dann, wenn die Staatsanwaltschaft ein Strafverfahren einstellt.
(Info)